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Mo, 13. Dezember 2010
Geronimo 3.0 mit Frank Pientka

ruhrjug-Besucher spenden für Haiti

haitiAls wir letzte Woche bei der rheinjug in Düsseldorf für Haiti gesammelt haben, ging man von 50.000 Toten aus. Mittlerweile rechnet man mit 120.000 Toten, und das ohnehin ärmste der nördlichen Hemisphäre kann es allein nicht schaffen. Das dachten wohl auch viele der Besucher unseres letzten ruhrjug-Treffens, und so waren am Schluß genau 43 Euro in unserer Spendendose. Wir haben noch was draufgelegt und insgesamt 60 Euro an das Bündnis Entwicklung hilft überwiesen.

Veilen Dank allen Spendern!

 

Bericht: JavaFX mit Peter Doschkinow

Suns JavaFX ist neben Microsofts Silverlight und Adobe Flex JavaFX-Logoeines der drei bekenntesten Tools zur Erstellung von "Rich Internet Applications". Komfortable Benutzeroberflächen im Internet zu erstellen, die beim Benutzer Anklang finden, ist seit jeher ein Problem.

Peter Dosckinow von Sun Microsystems München kam nach Essen, um JavaFX vorzustellen. Über 50 Besucher kamen in den Glaspavillon der Uni Essen, um sich die Präsentation anzusehen.

Peter DoschkinowDemos unter Extrembedingungen

Ein Problem stellte die fehlende Internetverbindung dar, das aber mit Hilfe einiger Handys gelöst werden konnte. Umso eindrucksvoller war es daher, dass alle Demos auch funktionierten...

JavaFX ereugt Java Bytecode, und daher laufen mit JavaFX erstellte Programme auf allen Geräten, auf denen eine JVM installiert ist. Dabei ist die zusätzlich benötigte JavaFX-Bibliothek mit etwa 1 MB relativ klein. Da es auch eine Laufzeitumgebung für Windows CE gibt, lässt sich mit JavaFX für eine sehr große Zahl verschiedenster Plattformen RIAs produzieren, die alle mit demselben Quellcode erstellt werden, getreu Javas altem Motto "write once, run everywhere". Als Plattformen stehen somit neben Desktop und Browser eine Vielzahl von Java-aktivierten Handys sowie in Zukunft Java-fähige Fernsehgeräte zur Verfügung. Somit ist nach über 15 Jahren Java dort angekommen, wo es ursprünglich einmal eingesetzt werden sollte.

Besucher im GlaspavillonJavaFXScript

Mit Hilfe des seit Java 1.6.10 verbesserten Deployment-Algorithmus' lassen sich Programme vom Browser aus einfach per Drag&Drop auf dem Desktop installieren, von wo aus sie per Webstart einfach gestartet werden können.

JavaFXScript ermöglicht eine einfache Beschreibung der Oberflächenelemente. Die Sprache lässt sich relativ schnell erlernen und wird von Netbeans voll unterstützt. Die bisher existierenden Plugins für Eclipse sind leider noch nicht ausgereift, so dass der Programmierspaß dort weniger groß ist.

Das Binding-Konzept ermöglcht eine einfache Verknüpfung der Business-Logik mit den GUI-Elementen; Werte der Busieness-Objekte werden dabei mit Oberfächenelementen verknüpft, so dass die Aktualisierung für den Entwickler völlig transparent abläuft. Natürlich ist aus Performance-Gründen hier immer Vorsicht geboten, amn sollte nicht alles mit allem verknüpfen.

Was kann man damit anfangen?

Viel Fragen aus dem Publikum drehten sich um die Einsetzbarkeit in Unternehmensanwendungen. JavaFX bietet nicht denselben Komfort wie etwa Swing, wo viele Widgets eng an die Geschäftslogik gekoppelt werden können, wie etwa selbst-sortierende Listen. In JavaFX fehlen solche Elemente. Es ist allerdings die Frage, wohin die Reise bei JavaFX gehen wird und ob es ein Tool für alle Bereiche der Softwareentwicklung werden soll. Auch Oracle wird da noch eine Rolle spielen...

Wer den Vortrag verpasst hat oder nochmal nachlesen will: Hier die Folien als PDF-Datei...
Wer sich näher mit JavaFX beschäftigen will, startet am besten bei www.javafx.com.

Bleibt nur noch, uns zu bedanken bei

  • Peter Doschkinow für seinen Vortrag
  • dem Linuxhotel für das Sponsoring des Abends
  • und allen Besucher für's Kommen!

 

 

 

Bericht: Neal Ford in Düsseldorf

Der Hörsaal 5D

Etwa 150 Besucher waren zusammengekommen, um Neal Ford in der Heinrich-Heine-Universität zu hören. Es war die erste gemeinsame Veranstaltung der rheinjug mit ihrer "Schwester", der ruhrjug aus Essen. Zusammen war es den Gruppen gelungen, den bekannten amerikanischen IT-Experten bei seinem Europa-Aufenthalt zu einem Vortrag in Düsseldorf zu bewegen. Und so waren auch wieder viele Besucher dabei, die zum ersten Mal die rheinjug besuchten. Zum Glück bieten unsere Hörsäle ausreichend Platz, und auch unser Caterer konnte wieder genügend Sandwichhes und Getränke liefern.

Preise, Preise, Preise...

Zuerst einmal gab es wieder etwas zu gewinnen; diesmal eine Freikarte für die W-JAX, eine IntelliJ-Lizenz von JetBrains sowie zwei Exempare des Buches von Neal: "The Productive Programmer", erschienen bei O'Reilly, die uns freundlicherweise Freiexemplare überließen.

Emergent Design and Evolutionary Architecture

Neal Ford beim VortragNeal hat einen sehr engen Zeitplan; er war gerade aus Nürnberg angereist und musste am nächsten Tag schon wieder in Mainz sein. Von der Belastung war aber beim Vortrag nichts zu merken. Über 100 Minuten sprach er über seine Vorstellungen, wie Software einfacher und verlässlicher entwickelt werden könnte, gestützt auf Probleme, die bei bekannten aktuellen und älteren Projekten auftraten. Dabei stellte er dem Verfahren des "Big Design Up Front", wie es bei großen Projekten etwa bei der NASA betrieben wird, seine Idee des Emergent Design gegenüber, die er auf einer Skala, die vom Wasserfall-Modell bis zum Cowboy-Hacking reicht, etwa bei XP ansiedelt. Dabei setzt er letztendlich das Design mit der gesamten Codebasis gleich. Das Design wird dabei nicht im komplett im Vorfeld entschieden, sondern entwickelt sich im Laufe des Projekts. Dabei liegt der Fokus vor allem auf Einfachheit; der Code sollte so wenig komplex wie möglich sein. An dieser Stelle ging Neal auch auf einige Metriken ein, die hilfreich sein können. Das Phänomen, dass unsaubere Codestellen, um die sich niemand kümmert, irgendwann zu grundsätzlich unsauberem Code führen, verglich er mit dem Broken-Window-Syndrom. In großer Zahl kamen weitere Beispiele, die zeigten, wie eingefahrenes Denken die Arbeit behindern, unterlegt durch Zitate von Vordenkern wie Fowler und Cunningham. Darunter etwa die Fixierung auf Objekt-Orientierung, die oftmals die Sicht auf wahre Sachverhalte verstellt und einfache Lösungen behindert (hier sei auf funktionale Programmierung hingewiesen...)

Nach einer kurzen Fragerunde gab es für Neal einen verdienten sehr starken Applaus.

Danach...

gab es wie üblich wieder Diskussionen bei Altbier und Pils.

Video

Wie immer haben wir auch diesen Vortrag auf Video aufgezeichnet und werden ihn demnächst auf diesen Seiten bereitstellen.

Vielen Dank an

  • Neal Ford für seinen spannenden Vortrag
  • itemis und Liants für das Sponsoring des Abends
  • alle Hörer für's Kommen

Bis zum nächsten Mal bei rheinjug und ruhrjug!

Noch ein paar Bilder von der Veranstaltung, weitere gibt es bei Flickr.

Sandwiches... Heiko Sippel und Michael Jastram
Der Hörsaal 5D Souvenirs aus Düsseldorf
 

Bericht: DSLs mit Xtext, Dr. Jan Köhnlein

Besucher im GlaspavillonAm 20.08. hatten wir an unserer neuen "Wirkungsstätte", dem Glaspavillon auf dem Campus der Universität Essen, Dr. Jan Köhnlein von der Firma Itemis zu Gast. Laut Wetterprognose hatten wir uns dazu auch gleich den heißesten tag des Jahres ausgesucht; trotzdem fanden etwa 50 Besucher den Weg zu uns. Es standen aber ausreichend kalte Getränke zur Verfügung.

In eigener Sache...

Zuerst gab es natürlich einiges an Themen in eigener Sache. Da wäre schon einmal unser neues Logo, das seit einigen Tagen die Webseite und unserer Newsletter ziert. Das alte, grüne hatten wir zum Start der Gruppe schnell zusammengebaut; das neue soll etwas länger Bestand haben.

Prof. GoedickeDann natürlich unser Umzug auf den Uni-Campus.  Wie bereits berichtet, wurde das Unperfekthaus etwas zu klein, und Prof. Goedicke hat uns freundlicherweise neue Räumlichkeiten auf dem Campus vermittelt. Dies wird nicht immer der Glaspavillon sei, da dieser sehr beliebt ist, aber einen Hörsaal werden wir wohl immer finden. Prof. Goedicke war auch anwesendund "eröffnete" die Veranstaltungsreihe sozusagen mit einem kleinen Grußwort. 

Der Vortrag

Domänenspezifische Sprachen werden in immer mehr Projekten eingesetzt. Es existieren verschiedene Tools zur Modellierung; relativ neu aber dennoch schon ausgereift ist Xtext, das mittlerweile Bestandteil der EMF-Palette von Eclipse ist.

Jan Köhnlein

Jan Köhnlein war für den Abend eigens aus Hamburg angereist und gab zunächste einen kurzen Überblick. Xtext setzt auf einen einfachen textuellen Ansatz, der auf der EBNF (erweiterte Backus-Naur-Form) ansetzt. Aber auch wer dort nicht besonders firm ist, kann sich schnell einarbeiten, wie Jan dann auch in verschiedenen Deoms zeigt. Diese nahmen nämlich den größten Teil seines Vortrags in Anspruch. Ausgehend von der EBNF eines einfachen Modells wurde schrittweise das Xtext-Modell erzeugt. Dazu existiert bereist ein komplettes Eclipse-Paket mit Projekt-Wizard, Editor mit Syntax-Check usw. Nach Compilierung steht dann die neue DSL in Eclipse zur Verfügung, d.h. komplett mit Syntax-Highlighting, Code-Vervollständigung usw.Wenn Jan dabei ab und zu in Schweiß geriet, so lag dies ausschließlich an den Temperaturen (s.o., denn alle Demos funktionierten auf Anhieb, und auch auf die zahlreichen Fragen im Anschluss wusste er jederzeit Antwort zu geben.

Wer in Xtext einsteigen möchte startet am besten auf den offiziellen Seiten

Wir möchten noch darauf hinweisen, dass die Firma itemis in den nächsten Wochen einige Veranstaltungen zum Thema Scrum anbietet. Details findet man hier >>>

Vielen Dank...

Dass der Abend so rund lief, verdanken wir

  • Jan Köhnlein von itemis, der einen interessanten Vortrag gab
  • Prof. Goedicke und seinen Studenten, die sehr viel geholfen haben
  • der Firma itemis, die uns Dr. Köhnlein vermittelte, als kurzfristig ein anderer Sprecher absagen musste.
  • dem Linuxhotel in Essen, das für die Getränke sorgte
  • und natürlich allen, die gekommen sind.

 

Vielen Dank dafür, und bis zum nächsten Mal!

 

Die ruhrjug zieht um

Auf Wiedersehen, Unperfekthaus...

Als wir Anfang des Jahres in Essen gestartet sind, haben wir nicht erwartet, dass die ruhrjug so schnell so groß sein würde. Mit dem Unperfekthaus hatten wir gleich einen sehr schönen Tagungsort gefunden, der neben recht großen Räumen auch direkt die technische Ausrüstung und sogar noch ein WLAN bot. Auch um die Getränkeversorgung mussten wir uns nicht kümmern, und dies alles dank des Preissystems im Unperfekthaus bei voller Kostenkontrolle. Aber sehr schnell wurden die Räume zu klein, so dass wir eine Registrierung einführen mussten, die Euch und uns zusätzliche Arbeit machte. Zudem wurden größere Veranstaltungen dann doch relativ teuer für uns und unsere Sponsoren.

Daher haben wir uns entschlossen, das Unperfekthaus für unsere größeren Vortragsveranstaltungen zu verlassen.

Mit den berühmten lachenden und weinenden Augen. Denn es war doch sehr schön im UPH...

Hallo, Uni Essen!

Räume zu finden ist für eine Java User Group immer das größte Problem. Dank eines Kontakts aus der ruhrjug kamen wir aber mit Prof. Michael Goedicke von der Informatik der Universität Essen (man muss ja eigentlich "Duisburg-Essen" schreiben) ins Gespräch, der uns freundlicherweise und ohne große Diskussionen anbot, entsprechende Hörsäle zu reservieren. Wer die Uni kennt: In der Regel wird dies der Glaspavillon sein. Also:

Vorträge der ruhrjug ab sofort im Glaspavillon der Uni Essen

Der Campus der Uni Essen liegt ja nur wenige Schritte vom Unperfekthaus entfernt, ebenfalls sehr zentral am Ende der Einkaufszone, etwa 20 Gehminuten vom Hauptbahnhof oder 5 Minuten von der nächsten U-Bahn-Station.
Ein wesentlicher Vorteil ist auch, dass wir nun auf eine namentliche Reservierung verzichten können. Wir werden aus Planungsgründen aber eine anonyme Anmeldung einführen, um ungefähr abschätzem zu können, wieviele Besucher kommen werden.
Wir bedanken und hier schon einmal bei Prof. Goedicke und seinem Mitarbeiter, Herrn Moritz Balz. Ohne derartige Unterstützung ist keine Java User Group möglich!

 

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