Bericht: Tapestry 5 mit Igor Drobiazko am 10. Mai 2010
Am 10. Mai hatten wir nach einigen Monaten Pause wieder einen Vortrag organisiert, und so fanden sich etliche Interessierte der ruhrjug im Glaspavillon der Uni Essen ein, diesmal bei etwas freundlicheren Temperaturen.
Tapestry 5
Thema des Abends war Tapestry, ein komponentenorientiertes Framework zur Entwicklung von skalierbaren Web-Anwendungen in Java. Das Apache-Top-Level-Projekt wird seit vielen Jahren stetig weiterentwickelt und hat entsprechend viel zu bieten.
Mit Igor Drobiazko hatten wir als Mitglied des Entwicklungsteams von Tapestry - einer von nur zwei deutschen Committern - den passenden Redner gefunden, und seine Begeisterung für das Framework war in dem neunzigminütigen Vortrag zu spüren. Die Folienpräsentation wurde durch viele Demos abgerundet, die schnell auch die Pronzipien von Tapestry zeigen, nämlich vor allem die Maxime "Convention over Confuguration" - wer sich an die vorgegebenen Vereinbarungen hält, kommt sehr schnell ans Ziel. So ist z.B. der Einsatz von Ajax mit Tapestry nur eine Sache von wenigen Tags in den Html-Seiten; das muss man einfach einmal selbst ausprobieren.
Andererseits lassen sich dank der Komponenten-Architektur von Tapestry alle Bausteine auch durch eigene Komponenten ersetzen und das Framework somit auf eigene Standards anpassen.
Sehr gelitten hat Tapestry in der Vregangenheit durch Inkompatibilitäten in den einzelnen Versionen; ein fehler, den man in Zukunft vermeiden will.
Hingewiesen sei noch auf Igors Buch zum Thema Tapestry, das bei Addison-Wesley erschienen ist und das einzige deutschsprachige Buch zum Thema ist.
Danach...
blieben viele noch bei den Resten des Sandwichbuffets zu Gesprächen beisammen. Auch Igor beantwortete noch zahlreiche Fragen; weitere Infos findet man auf seinem Blog:
Unter http://tapestry.apache.org/ findet man alles zum Einstieg in Tapestry.
Wer den Vortrag verpasst hat oder nochmal nachlesen möchte: Diesmal gibt es leider kein Video, aber hier die Folien zum Download als PDF-Datei >>>
Vielen Dank an das Linuxhotel und die Firma SOPTIM AG aus Aachen und Essen, die mit ihrem Sponsoring den Abend möglich gemacht haben.
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Bericht: Die Uni Duisburg-Essen präsentiert... Java, 18.02.2010

Die Universität Duisbug-Essen ist seit einem halben Jahr Gastgeber der Java User Group Essen. Am 18.02. war nun die Uni Essen mit drei Vorträgen bei uns zu Gast.
Die Universität Duisburg-Essen
Die Universität Duisburg-Essen (UDE) liegt inmitten der dichtesten Hochschullandschaft Europas. 2003 errichtet, gehört sie zu den zehn größten deutschen Universitäten. Entstanden ist sie aus einer Fusion der Vorgängereinrichtungen, den 1972 gegründeten Universitäten-Gesamthochschulen Duisburg und Essen. Die Zwei-Campus-Hochschule im Zentrum des Rhein-Ruhr-Raumes verfügt über ein breites, international ausgerichtetes Fächerspektrum. Es reicht von den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften über die Wirtschaftswissenschaften bis hin zu den Ingenieur- und Naturwissenschaften einschließlich der Medizin. Z.Z. sind über 30.000 Studenten eingeschrieben.
Die Zukunft eingebetteter System - Ubicomp
Den Anfang machte Prof. Dr. Schmidt vom Lehrstuhl für Pervasive Computing und User Interface Engineering. Er gab einen Überblick, mit welchen Anforderungen Entwickler zu rechnen haben, wenn dank stetig fallender Hardwarepreise und immer weiterer Miniaturisierung Computer bzw. intelligente Chips überall vorhanden sein werden. "Ubiquitous Computing" wird bald selbstverständlich sein; ob dies nun immer sinnvoll ist oder nicht. Für diese allgegenwärtige Hardware muss allerdings auch Software erstellt werden, die dadurch immer mehr an Bedeutung gewinnen wird. Java kann dabei eine große Rolle spielen (vernünftiges Marketing vorausgesetzt...), so dass diese Sprache wieder dort ankommen könnte, wo sie Mitte der 90er einmal begonnen hatte. Mit JavaME können Entwickler sich schon heute vorbereiten; als Plattform gibt es mehr als genug preiswerte Smartphones auf dem Markt!
Mehr über die Arbeit von Prof. Schmidt findet man in seinem Blog
Webentwicklung im Browser
Mit den Möglichkeiten des Designs von Java-basierter Software beschäftigte sich der Vortrag von Benjamin Kersten vom Lehrstuhl Spezifikation von Software-Systemen. Er zeigt einen Ansatz zur Bearbeitung von Web-Anwendungen mit Java-Server-Faces im Webbrowser. Jeder Entwickler, der mit JSF/JSP arbeitet, kennt das Problem, dass die Anwendung im Browser getestet werden muss und dort die Verknüpfung mit dem Quellcode verlorengeht. Der Umweg über das Servlet-Debugging ist auch nicht wirklich angenehm. Benjamins Ansatz: Mit Hilfe von Aspekten werden Meta-Informationen in die erstellten HTML-Dokumente eingewebt, die mit Hilfe eines Firefox-Plugins ausgewertet werden können. Sie können in einem eigenen Browser-Bereich angezeigt werden, und Eigenschaften können dynmaisch verändert werden. Den Weg zurück in den Quellcode finden die Änderungen durch ein entsprechendes Eclipse-Plugin.
Benjamin Kersten erklärte, dass es sich vor allem um eine Machbarkeitsstudie handelt und es noch lange bis zu einem ausgereiften System wäre. Insbesondere die unterschiedlichen Implementierungen von JSF vereiten Schwierigkeiten, so dass Aspekte wahrscheinlich nicht die endgültige Lösung sein können.
Serviceorientierte Architektur für eingebettete Systeme - SOAHarbor
Zum Abschluss präsentierte Tim Jonischkat das Studienprojekt "SOAHarbor" des Lehrstuhls Software Systems Engineering. Hier wurde eine Serviceorientierte Architektur für eingebettete Systeme entwickelt, in der diverse Java-basierte Projekte wie der Enterprise Service Bus Mule Verwendung finden.
Es war sicher nicht leicht, LEGO Mindstorms-Robots diese Technologie beizubringen, aber das präsentierte Video zeigte, was möglich ist: Eine komplette Verladestation mit Hebebühne, Transportband, Verladeroboter und Anschluss an die Hafen-Logistik-EDV.
Das Video ist im Blogspot der Arbeitsgruppe zu sehen.
Zusammenfassung
Die drei Vorträge gaben einen interessanten Einblick in die Arbeit der Informatik-Institute in Essen, und vielleicht auch eine Ahnung, wohin es mit Java in Zukunft gehen wird. Georg Sendt hat wieder alles gefilmt; es wird noch einige Tage dauern, bis wir hier auch die Videos zeigen können.
Sponsor des Abends war - wie immer - das Linuxhotel in Essen.
Bericht: LDAP für Java Professionals am 21.01.2010
LDAP-Anbindung gehört nicht gerade zu den Lieblingsaufgaben eines Programmierers, aber wie eine kurze Umfrage im Publikum der Veranstaltung zeigte, hat so ziemlich jeder der 60 Besucher an siesem Abend mit LDAP schon mal zu tun gehabt.
Identifizierung und Authentisierung von Benutzern sind an der Tagesordnung im IT-Geschäft, und so ist es ganz gut, dass mit LDAP ein Standard existiert, der auf den meisten Plattformen verfügbar ist und auch von Java mithilfe von JNDI unterstützt wird. Stefan Zörner von der oose GmbH in Hamburg hat langjährige Erfahrung diesem Bereich und ist seit Jahren Committer im LDAP-Projekt von Apache, dem Apache Directory Server.
Neben einer umfassenden Einführung in LDAP präsentierte Stefanauch das Eclipse-Plugin der Apache-Directory-Gruppe in zahlreichen beispielen, mit dem ein komfortabler LDAP-Client in Eclipse eingebunden werden kann, der für die Entwicklung sehr praktisch ist.
Zu gewinnen gab es diesmal auch einige Bücher, die uns vom Galileo-Verlag gestiftet wurden, Auch Stefan hatte ein Freiexemplar seines Buches über LDAP im Gepäck. Vielen Dank dafür!
Wie immer haben wir auch diesen Vortrag aufgezeichnet, und werden ihn mitsamt der Folien in einigen Tagen an dieser Stelle präsentieren.
Wer schon jetzt den LDAP-Server und das Plugin ausprobieren möchte, findet beides bei der Apache Foundation >>>
Sponsor des Abends war wie immer das Linuxhotel, Essen.
ruhrjug-Besucher spenden für Haiti
Als wir letzte Woche bei der rheinjug in Düsseldorf für Haiti gesammelt haben, ging man von 50.000 Toten aus. Mittlerweile rechnet man mit 120.000 Toten, und das ohnehin ärmste der nördlichen Hemisphäre kann es allein nicht schaffen. Das dachten wohl auch viele der Besucher unseres letzten ruhrjug-Treffens, und so waren am Schluß genau 43 Euro in unserer Spendendose. Wir haben noch was draufgelegt und insgesamt 60 Euro an das Bündnis Entwicklung hilft überwiesen.
Veilen Dank allen Spendern!
Bericht: JavaFX mit Peter Doschkinow
Suns JavaFX ist neben Microsofts Silverlight und Adobe Flex
eines der drei bekenntesten Tools zur Erstellung von "Rich Internet Applications". Komfortable Benutzeroberflächen im Internet zu erstellen, die beim Benutzer Anklang finden, ist seit jeher ein Problem.
Peter Dosckinow von Sun Microsystems München kam nach Essen, um JavaFX vorzustellen. Über 50 Besucher kamen in den Glaspavillon der Uni Essen, um sich die Präsentation anzusehen.
Demos unter Extrembedingungen
Ein Problem stellte die fehlende Internetverbindung dar, das aber mit Hilfe einiger Handys gelöst werden konnte. Umso eindrucksvoller war es daher, dass alle Demos auch funktionierten...
JavaFX ereugt Java Bytecode, und daher laufen mit JavaFX erstellte Programme auf allen Geräten, auf denen eine JVM installiert ist. Dabei ist die zusätzlich benötigte JavaFX-Bibliothek mit etwa 1 MB relativ klein. Da es auch eine Laufzeitumgebung für Windows CE gibt, lässt sich mit JavaFX für eine sehr große Zahl verschiedenster Plattformen RIAs produzieren, die alle mit demselben Quellcode erstellt werden, getreu Javas altem Motto "write once, run everywhere". Als Plattformen stehen somit neben Desktop und Browser eine Vielzahl von Java-aktivierten Handys sowie in Zukunft Java-fähige Fernsehgeräte zur Verfügung. Somit ist nach über 15 Jahren Java dort angekommen, wo es ursprünglich einmal eingesetzt werden sollte.
JavaFXScript
Mit Hilfe des seit Java 1.6.10 verbesserten Deployment-Algorithmus' lassen sich Programme vom Browser aus einfach per Drag&Drop auf dem Desktop installieren, von wo aus sie per Webstart einfach gestartet werden können.
JavaFXScript ermöglicht eine einfache Beschreibung der Oberflächenelemente. Die Sprache lässt sich relativ schnell erlernen und wird von Netbeans voll unterstützt. Die bisher existierenden Plugins für Eclipse sind leider noch nicht ausgereift, so dass der Programmierspaß dort weniger groß ist.
Das Binding-Konzept ermöglcht eine einfache Verknüpfung der Business-Logik mit den GUI-Elementen; Werte der Busieness-Objekte werden dabei mit Oberfächenelementen verknüpft, so dass die Aktualisierung für den Entwickler völlig transparent abläuft. Natürlich ist aus Performance-Gründen hier immer Vorsicht geboten, amn sollte nicht alles mit allem verknüpfen.
Was kann man damit anfangen?
Viel Fragen aus dem Publikum drehten sich um die Einsetzbarkeit in Unternehmensanwendungen. JavaFX bietet nicht denselben Komfort wie etwa Swing, wo viele Widgets eng an die Geschäftslogik gekoppelt werden können, wie etwa selbst-sortierende Listen. In JavaFX fehlen solche Elemente. Es ist allerdings die Frage, wohin die Reise bei JavaFX gehen wird und ob es ein Tool für alle Bereiche der Softwareentwicklung werden soll. Auch Oracle wird da noch eine Rolle spielen...
Wer den Vortrag verpasst hat oder nochmal nachlesen will: Hier die Folien als PDF-Datei...
Wer sich näher mit JavaFX beschäftigen will, startet am besten bei www.javafx.com.
Bleibt nur noch, uns zu bedanken bei
- Peter Doschkinow für seinen Vortrag
- dem Linuxhotel für das Sponsoring des Abends
- und allen Besucher für's Kommen!
- Bericht: Neal Ford in Düsseldorf
- Bericht: DSLs mit Xtext, Dr. Jan Köhnlein
- Die ruhrjug zieht um
- Bericht: Rich Clients mit Java, Björn Müller
- Bericht: OSGi mit Gerd Wütherich und Martin Lippert
- Bericht: REST mit Stefan Tilkov am 02.04.09
- Bericht: WebTest mit Marc Guillemot am 05.03.09
- Bericht: Spring 3.0 mit Eberhard Wolff am 19.02.09
























